Rufmord

Rufmord

Ein Kriminalfall von Gladys Heppleworth

Berkeley Bronston ist für seine scharfzüngigen, oftmals gemeinen Theaterkritiken in New Yorker Theaterkreisen berüchtigt. Als er sich bereit erklärt, bei einer Dokumentation über den Präsidentenattentäter John Wilkes Booth mitzuwirken, lernt er die attraktive Miss Nesmond kennen, die ihn zum Drehort, einem alten Theater, begleitet. Beide sind sich nicht unsympathisch doch nachdem Bronston mit der hübschen Britin ein Glas Wein getrunken hat, verliert dieser die Besinnung. Als er wieder aufwacht, hat man ihn an einen elektrischen Stuhl gefesselt – aber das ist nicht sein größtes Problem…

„Die Autorin“ – Gladys Heppleworth
Geboren 1889 in Berkshire durchlebte Gladys Heppleworth eine schwere Kindheit in einem Waisenhaus, aus dem sie im zarten Alter von 17 Jahren floh. Über Umwege über Glasgow und Birmingham verschlug es die junge Britin 1910 endlich nach London, wo sie als Stenotypistin einen Job in einer Anwaltskanzlei annahm. In der Abendschule lernte sie ihren ersten Mann George Browning kennen, durch den sie ihre Liebe zur Literatur und zu den schönen Künsten entdeckte. Erste Romane und Kurzgeschichten für diverse Londoner Zeitungen folgen, so auch ein erster Ausflug in die erotische Literatur:
„Der tuschelnde Trojaner“, „Die Moneten des Marquis“ bringen jedoch nicht die erhofften Erfolge. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag – sie erwischt ihren Mann mit dessen Cousin in einer äußerst delikaten Situation, wendet sich Gladys dem Drama und dem Kriminalroman zu. Ein Genre in dem sie bei Kennern schon bald als Geheimtipp gehandelt wird. Schon um 1925 werden erste Bühnenfassungen ihrer Werke wie z.B. „Tödliches Erbe“ und „Kaltblütig“ im Londoner Westend aufgeführt. Doch lange soll dieser Erfolg nicht anhalten – 1931 wird sie für ihr Werk „Der Mops mit der Maske“ von einem bekannten englischen Autor wegen Plagiats verklagt. Heppleworth verliert den Prozess, muss eine hohe Strafe zahlen und verliert die Lust am Schreiben. Zusammen mit ihrem zweiten Ehemann Clive Berry zieht sie sich auf ein Landschloss von Berrys Verwandten zurück, wo sie eine Stelle als Gesellschafterin annehmen muss. Dort wird sie 1934 von einer überraschenden Schwindsucht dahingerafft.

Ensemble:
Miss Nesmond …………………………………………Verena Peters
Berkeley Bronston ………………………………….Sönke Städtler
Carl Jennings …………………………………………..Robert Kotulla

Regie ………………………………………………Frank Thannhäuser

Bühne und Kostüme ………………………….Frank Thannhäuser
Regieassistenz …………………………………………..Annika Stein
Licht ……………………………………………………….Jan Herrscher
Maske …………………………………………………..Andrea Ellegast

Und das sagt die Presse:

MOPO:
„spannungsreiche, ironisch-freche Schauspielerkomödie.“
„…der rafinierte Thriller…“

BILD:
„Schnelle Gags…Psychospaß“

 Premiere: 15.09.2010, Derniere: 19.12.2010