HOSSA

HOSSA

Die Schlagerrevue der 70er-Jahre

Frank Thannhäuser über HOSSA:

Ich glaube, ich habe jetzt ungefähr fünfhundert Schlager gehört, die ich schon kenne und einhundert, die ich noch nicht kannte, und einhundert, die ich schon verdrängt hatte, die aber doch wieder aus den Tiefen meines Unterbewußtseins empor schossen, um sich – wie es Ohrwürmer gerne tun – einen Tag lang in meinem Kopf breit zu machen. Schlager begleiten uns, und das trifft besonders auf meine Generation zu, ein Leben lang. Manche haben wir als Kind auf dem Spielplatz gesungen, manche haben uns auf Klassenfahrten begleitet oder bei der ersten Engtanzfete sanft verführt. Sie gehören zu uns wie unser Name an der Tür.

Noch ehe uns die ersten harten Gitarrenklänge der Stones oder von Queen für einen ganz anderen Popularmusikbereich interessierten, haben uns Spaniens Gitarren gezeigt, wo es lang geht. Eine Zeit, in der der Grand Prix noch ein gesellschaftliches Ereignis war, in der man mit der Familie, einem Käseigel, Amselfelder (nur für die Großen) und den Salzstangen vor dem heimischen Farbfernseher (endlich, nach vielen Jahren des schwarz-weißen Sehens) saß, um die Schmach des siebzehnten Platzes für Cindy und Bert zu erleben oder die Schlappe, die die Les Humphries Singers einstecken mußten.
Wenn das größte Problem für einen ist, wie man einen Sonntag ohne „Salto Mortale“ übersteht oder woher man Teil sieben des Abba-Starschnittes bekommen kann, dann weiß man, daß es einem eigentlich ganz gut geht. Aber für uns versteckt lagen auch zwischen Disco und Hitparade, zwischen Klimbim und Bonanza ein paar Alltagsprobleme und Stolperfallen. Ein Schlager hat sie oft wieder wettgemacht. „Komm mit und steck dir deine Sorgen an den Hut“ sang uns Peter Alexander vor. Und wir taten es. Und heute ? Heute haben wir uns einfach mal die Freiheit genommen, uns sorglos an das zu erinnern, was uns mit dieser Zeit verbindet. Wir haben es sortiert, katalogisiert, abgewogen, verpackt und neu angeschaut und dabei überlegt, was Sie wohl für Erinnerungen in sich tragen. Ich würde mich wundern, wenn in diesem Mosaik nicht eine Menge Steine doppelt wären. Sicher kann man an einem Abend nicht ein ganzes Jahrzehnt flächendeckend aufarbeiten. Sicher wird der eine oder andere hinterher sagen, „Da war doch noch dies und jenes.“ Und sicher wird er damit recht haben. Aber wir haben uns auch nur einen kleinen, ganz persönlichen Rückblick erlaubt – und dabei über fünfzig Schlager an den Mann oder die Frau gebracht. Und wenn man mal wieder einen Abend zwischen Dalli-Klick und Grand Prix, zwischen Dr. Sommer und Schulmädchenreport, Sonntagsfahrverbot, Starparade, Spanien-Urlaub und Flower Power verbringen möchte, dann sollte man sich in sein Polyesterhemd werfen und die Plateauschuhe hervor kramen …. wir haben das für Sie schon getan.

Ensemble

Frank Thannhäuser
Sebastian Kraft
Alexander Zamponi
Carolanna Right
Susi Banzaf
Iris Schumacher

Regie: Frank Thannhäuser

Pressestimmen:

MOPO:
„Hossa verspricht einen Zuwachs an königlichem Vergnügen
„…eine kuschelige Mixtur aus Edelkitsch und Tuntenbarock.“

Hamburger Abendblatt:
„…grandios-kitschig…“
„…den Nerv der Zeit getroffen…“

Da Capo 11/2004:
„…Medleys und Ohrwürmer am laufenden Band…“

BILD 15.01.2001:
„…Ein Muss für Schlagerfans…“